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Indikationen für eine medizische Vorsorgemaßnahme

„Risikoschwangerschaft“ bedeutet: erhöhtes Risiko für Leben und Gesundheit  von Mutter und Kind aufgrund der Vorgeschichte und/oder der erhobenen Befunde.


„Wenn die Seele leidet, macht der Körper schlapp“ - als Folge ausgeprägter Belastungssituationen in Beruf, Partnerschaft und/oder Familie. Häufig sind körperliche Symptome Ausdruck von besonderer psychischer Belastung in der Schwangerschaft.

 

Auf Grund folgender Indikationen (Gründe) ist die Inanspruchnahme einer Vorsorgeleistung

( Kur für Schwangere) in der Medizinischen Vorsorgeeinrichtung „Haus an der Sonne“ in Bad Saarow möglich :

 

Anamnestische Indikationen

 

Risikofaktoren, die mit einer vorangegangenen Schwangerschaft zusammenhängen:

 

- Zustand nach Abort, Zustand nach Totgeburt,

- Genetisch belastete Anamnese,

- Betreuung bei fetaler Wachstumsretardierung,

- Zustand nach Schwangerschaft mit abortivem Ausgang,

 

Schwangerschaftsbezogene Indikationen

 

Störungen, die unmittelbar mit der Schwangerschaft zusammenhängen:

 

- Eisenmangelanämie,

- Adaptationsprobleme an die Schwangerschaft,

- Abortangst,

- Zustand nach Sterilitätsbehandlung,

- Hyper- bzw. Hypotonie als komplizierende Faktoren in der SS,

- Hyperemesis grav. bzw. Zustand nach Hyperemesis grav.,

- Untergewicht, mangelnde oder übermäßige Gewichtszunahme,

- Blutungen, Zervixinsuffiziens, Abortus imminens,

- Mehrlingsschwangerschaft,

- Sonstige näher bezeichnete Zustände, welche mit der Schwangerschaft verbunden sind

- Anämie,

- Überwachung einer normalen Schwangerschaft,

- Fertilisationsfördernde Maßnahmen, Schwangerschaft als Nebenbefund,                       

- Überwachung einer  Risikoschwangerschaft, z.B. rasche Schwangerschaftsfolge,

- besonders geringes bzw. hohes Alter der Schwangeren z.B. unter  18 Jahren , über 35 Jahre,

 

Psychosomatische Indikationen

 

Überforderungssyndrom bei Gravidität mit wechselnden Beschwerden:

 

Psychische und körperliche Überforderung mit deutlichen Belastungsreaktionen

wie Angst, depressive Verstimmung, Überaktivität, Rückzug etc.

 

 

psychovegetatives Erschöpfungssyndrom mit wechselnden Beschwerden:

 

- Erschöpfungszustand mit deutlicher körperlicher Schwäche,

- Schlafstörungen, Essstörung,

- Kopfschmerzen, diffuse Schmerzen,

- innere Unruhe, Angstzustände,

- rasche Erschöpfung, Anpassungsstörungen, etc.

 

 

 

Psychische Indikationen

 

Zustand nach:

 

- behandelten Angststörungen,

- Angst und depressive Störung gemischt,

- Depressive Episode,

- Schwangerschaftsdepression,

- Akute  psychische Belastung,

 

 

Sonstige Indikationen

 

Begleit- o. Grunderkrankungen, die die Schwangerschaft komplizieren, jedoch vom Haus-bzw. Facharzt behandelt wurden:

 

- z.B. Migräne, Kreislaufdysregulation, Ischialgie, Kreuz- und Rückenschmerzen,

- Endometriose, Toxoplasmose nicht näher bezeichnet,

- Leiomyom des Uterus,

- Jodmangelbedingte Schilddrüsenkrankheiten,

- Ernährungs-und Stoffwechselstörungen, 

           

 

Kontraindikationen

 

- akute Psychose,

- Schizophrenie,

- Borderline-Störung,

- akuter Suchtmittelabusus,

- nicht abgeklärte internistische Krankheitsbilder,

 

 

Grundlegende Voraussetzung  für die Inanspruchnahme einer Vorsorgeleistung ist die durch den   Gynäkologen bzw. durch die Gynäkologin festgestellte Schwangerschaft bzw. das Vorliegen eines Mutterpasses.